Modul Fair Play - Kinderrechte und Konsum
Das Lernmodul thematisiert das Recht auf Spiel und Freizeit aus der UN-Kinderrechtskonvention und nimmt dabei globale Unterschiede in den Blick. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich ausgehend von ihrem eigenen Lieblingsspiel mit Fragen zu Herstellung, Materialien und Spielbedingungen auseinander und erweitern ihre Perspektive auf Lebensrealitäten von Kindern in anderen Teilen der Welt.
Über interaktive Methoden wie Fantasiereise, Stationenlernen, Karten- und Brettspiele sowie kurze Filmsequenzen erschließen die Lernenden zentrale Kinderrechte (z. B. Recht auf Bildung und Beteiligung) und reflektieren Fragen von Fairness – sowohl im Miteinander als auch im globalen Kontext. Der Vergleich eines Alltags von vier Gleichaltrigen aus Deutschland und China sowie die Auseinandersetzung mit Produktionsbedingungen in der Spielzeugindustrie verdeutlichen soziale und ökologische Zusammenhänge. Themen wie Kinderarbeit und Fair Trade werden anschaulich eingeführt.
Inhaltlich knüpft das Modul insbesondere an die globalen Nachhaltigkeitsziele hochwertige Bildung (Vereinte Nationen SDG 4), keine Armut (SDG 1), menschenwürdige Arbeit (SDG 8) und verantwortungsvoller Konsum (SDG 12) an. Zum Abschluss entwickeln die Schülerinnen und Schüler konkrete Handlungsmöglichkeiten für ihren Alltag und die Schule, etwa bewussteren Konsum oder die Organisation einer Spielzeug-Tauschbörse.
Durchführungsvoraussetzungen
- Zielgruppe sind Grundschulen in Hessen
- Idealerweise wird das Modul in allen Klassen eines Jahrgangs durchgeführt
- Es sind keine besonderen Vorkenntnisse von Seiten der Lehrkräfte oder der Schülerinnen und Schüler nötig. Bei der Durchführung durch externe Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sollten die Lehrkräfte die Module jeweils mit den Schülerinnen und Schülern im Unterricht vor- und nachbereiten. Hierzu stehen Arbeitsblätter und Unterlagen zur Verfügung.
- Wasseranschluss
- Pinnwände/Flipcharts
- Bei der Durchführung durch externe Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sollte eine Lehrkraft zur Unterstützung anwesend sein
Zielgruppen
Grundschulen, Jahrgangsstufen 3 und 4.
Zeitumfang
- Das Modul wurde für 4 Unterrichtsstunden (4 x 45 Minuten) konzipiert.
- Jedes Modul sollte im Unterricht thematisch vor- und nachbereitet werden.
Ansprechpartner
Die personengeleitete Durchführung des Schuljahrs der Nachhaltigkeit kann hessenweit bei einem Netzwerk geschulter Multiplikatorinnen und Multiplikatoren angefragt werden. Kontakte zu regionalen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern kann über die Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung Hessen e.V. hergestellt werden.
E-Mail: sdn@anu-hessen
In den Umweltbildungseinrichtungen gibt es auf Anfrage auch die Möglichkeit, Materialkisten zu den einzelnen Modulen auszuleihen.