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Klima auf Tour 2024: Riding into the Future

Menschen bewegen sich gemeinsam, um voranzukommen – zu neuen Orten und zu Menschen, die sie zuvor nicht kannten. Auf dem Weg entstehen Begegnungen, Gespräche und gemeinsames Lernen. Genau darum ging es bei „Klima auf Tour“: Menschen zusammenzubringen, Erfahrungen zu teilen und Impulse für eine klimafreundliche Lebensweise zu setzen.

Die mobile Mitmach-Ausstellung reiste mit einer kleinen Karawane aus Lastenrädern von Frankfurt aus durch Nord- und Mittelhessen und verband dabei die regionalen Klimabildungslandschaften in Hessen. Im Gepäck befanden sich interaktive Stationen zu den Themen Energie, Wohnen, Ernährung und Konsum. Die Ausstellung verband Information mit aktiver Beteiligung: Sie lud dazu ein, handelnd zu lernen – und aus dem Lernen ins Handeln zu kommen. Durch gemeinsames Ausprobieren und Diskutieren entstand ein Raum für Austausch, der Menschen miteinander ins Gespräch brachte und neue Perspektiven eröffnete.

Ein besonderer Blickfang war die Art der Fortbewegung selbst. Dass die Ausstellung vollständig mit Lastenrädern transportiert wurde, weckte Interesse und stärkte gleichzeitig die Glaubwürdigkeit des Projekts. Viele Besucherinnen und Besucher waren beeindruckt davon, dass es möglich ist, große Strecken mit eigener Muskelkraft zurückzulegen – und dabei sogar eine komplette Ausstellung zu transportieren. Obwohl Mobilität kein eigenes Thema der Ausstellung war, führte dieses zu zahlreichen Gesprächen über nachhaltige Fortbewegung.

Die Tour machte an unterschiedlichen Orten Station: auf Marktplätzen, in Schulen, an Universitäten und bei öffentlichen Veranstaltungen. Über Energieberatung zur Wärmedämmung, textilem Upcycling, einer Probierstation für klimafreundliche Köstlichkeiten bis hin zur Präsentation nachhaltiger Wohnformen gab es vielfältige Möglichkeiten, sich mit Klimaschutz praktisch auseinanderzusetzen.

Die erste Etappe führte zur Mittelpunktschule Oberes Ohmtal im Vogelsbergkreis. Trotz anfänglichen Regens wurden die Lastenräder herzlich begrüßt. Nachdem sich das Wetter besserte, strömten die Schülerinnen und Schüler zu den Stationen und probierten mit viel Energie die Angebote aus. Besonders beliebt waren das eigene Erzeugen von Strom, das spielerische Erkunden des Strommixes und das textile Upcycling. Die lebendige Atmosphäre zeigte, wie Lernen durch eigenes Ausprobieren und gemeinsames Entdecken gelingen kann.

Auch auf dem Marktplatz von Homberg (Efze) entwickelte sich ein intensiver Austausch zwischen der Schülerschaft, der Bevölkerung und den lokalen Vertreterinnen und Vertretern.“ An den Lernstationen wurde diskutiert, gerechnet und hinterfragt: Wie viel Wasser steckt eigentlich in einem T-Shirt? Welche Beleuchtung ist wirklich effizient? Die Besucherinnen und Besucher verglichen die vorgestellten Handlungsmöglichkeiten mit ihrem eigenen Alltag und nahmen viele Anregungen für nachhaltiges Handeln mit. Gleichzeitig interessierten sich viele Passantinnen und Passnten für die Anreise der Tour – und für die Frage, welche Rolle das Fahrrad im ländlichen Raum spielen kann.

Eine weitere Station war der Auftakt der Klimabildungslandschaft in Kassel. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Bildung und Zivilgesellschaft kamen zusammen, um über nachhaltige Entwicklung zu sprechen. Die Pop-Up-Ausstellung bot einen Rahmen für Diskussionen zu Konsum, Wohnen, Energie und Ernährung. Beim anschließenden gemeinsamen Essen mit regionalen Bio-Produkten wurde deutlich: Nachhaltigkeit ist nicht nur eine Herausforderung, sondern kann auch Genuss und Gemeinschaft bedeuten.

Den Abschluss bildete der Herbstmarkt am Umweltzentrum in Fulda, wo zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Ausstellung erkundeten und mit dem Team ins Gespräch kamen. Nach der Route über Frankfurt, Marburg, den Vogelsberg, Kassel und Fulda kehrte die kleine Karawane schließlich mit vielen Eindrücken, Erfahrungen und neuen Kontakten zurück.

„Klima auf Tour“ zeigte eindrucksvoll, wie Lernen, Begegnung und Bewegung miteinander verbunden werden können. Indem Menschen gemeinsam unterwegs sind, neue Orte erkunden und miteinander ins Gespräch kommen, entsteht ein Raum für Inspiration und Veränderung. Die Tour machte sichtbar, dass nachhaltige Mobilität, gemeinsames Handeln und praktische Erfahrungen wichtige Bausteine sind, um eine klimafreundliche und lebenswerte Zukunft zu gestalten.